Parodontitis verstehen: Entstehung, Behandlung und warum die Nachsorge so wichtig ist

Phasen der Parodontitis
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Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates. Sie betrifft also nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch die Strukturen, die den Zahn im Kiefer verankern. Unbehandelt kann die Erkrankung zu einem fortschreitenden Verlust von Zahnhaltegewebe und schließlich zu Zahnverlust führen. Gleichzeitig lässt sich Parodontitis heute mit einem systematischen, individuell abgestimmten Behandlungskonzept gut kontrollieren.

Wie entsteht Parodontitis?

Am Anfang steht meist der bakterielle Biofilm, also der Zahnbelag. Wird dieser nicht ausreichend entfernt, kann sich das Zahnfleisch entzünden. Typische Anzeichen sind Rötung, Schwellung oder Zahnfleischbluten.

Bei einem Teil der Menschen entwickelt sich daraus eine Parodontitis. Dabei reagiert das Immunsystem auf die bakterielle Belastung mit einer Entzündungsreaktion, die den Zahnhalteapparat schädigen kann. Es entstehen sogenannte Zahnfleischtaschen, in denen sich bakterielle Beläge und Zahnstein zunehmend schwerer selbst entfernen lassen.

Wie schnell und wie stark die Erkrankung fortschreitet, ist individuell unterschiedlich. Neben der Mundhygiene spielen unter anderem Rauchen, bestimmte Allgemeinerkrankungen und weitere individuelle Risikofaktoren eine Rolle. Deshalb ist eine sorgfältige Untersuchung die Grundlage jeder Parodontitisbehandlung.

Behandlung: Schritt für Schritt statt nach einem Schema für alle

Eine moderne Parodontitistherapie beginnt nicht mit einer einzelnen Maßnahme, sondern mit einer umfassenden Befunderhebung und einer individuellen Behandlungsplanung.

Ein wichtiger Bestandteil ist die Verbesserung der häuslichen Mundhygiene. Patientinnen und Patienten werden dabei angeleitet, wie sie Zahnbelag möglichst effektiv entfernen können und welche Hilfsmittel für ihre persönliche Situation geeignet sind.

Anschließend werden bakterielle Beläge und harte Ablagerungen oberhalb und – soweit erforderlich – unterhalb des Zahnfleischrandes professionell entfernt. Je nach Befund können weitere Behandlungsschritte notwendig sein. Die europäische S3-Leitlinie empfiehlt hierfür ein stufenweises Vorgehen, das sich am individuellen Krankheitsbild und am Behandlungsergebnis orientiert.

Nach der aktiven Behandlung wird überprüft, wie das Zahnfleisch und der Zahnhalteapparat auf die Therapie reagiert haben. Erst diese erneute Befundaufnahme zeigt, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.

UPT: Die Behandlung endet nicht mit der letzten Reinigung

Ein entscheidender Bestandteil der Parodontitistherapie ist die unterstützende Parodontitistherapie (UPT).

Parodontitis ist eine chronische Erkrankung. Deshalb besteht das Ziel der Nachsorge nicht darin, einmalig einen bestimmten Zustand zu erreichen, sondern die erreichte Mundgesundheit langfristig zu stabilisieren. Bei den UPT-Terminen werden unter anderem Zahnfleisch und Zahnhalteapparat kontrolliert, die häusliche Mundhygiene überprüft und bei Bedarf professionell die Beläge entfernt. Die Abstände der Termine werden individuell nach Erkrankungsschwere und persönlichem Risiko festgelegt.

Die regelmäßige Nachsorge ist deshalb kein „Zusatz“ zur Parodontitisbehandlung. Sie ist ein wesentlicher Teil des Behandlungskonzepts.

Prophylaxe beginnt idealerweise früher

Noch besser als die Behandlung einer bereits entstandenen Erkrankung ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und Entzündungen möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen.

Genau hier setzt die Prophylaxe an. Regelmäßige Kontrollen, eine individuell passende Mundhygiene und die professionelle Betreuung können dazu beitragen, Veränderungen früh zu erkennen und die Mundgesundheit langfristig zu erhalten.

In der Zahnarztpraxis Nordstraße hat die Prophylaxe deshalb seit Jahrzehnten einen besonderen Stellenwert. Das über lange Zeit entwickelte Prophylaxekonzept verbindet regelmäßige professionelle Betreuung mit der individuellen Anleitung zur täglichen Mundhygiene.

Erfahrung und kontinuierliche Fortbildung

Parodontitisbehandlung erfordert Erfahrung, eine sorgfältige Diagnostik und die Bereitschaft, die eigene Behandlung an den aktuellen Stand der Wissenschaft anzupassen.

In der Zahnarztpraxis Nordstraße bringen Katja Michaelis, Julian Schwartzkopff und Dr. Sebastian Michaelis langjährige Erfahrung aus Universität und Praxis sowie umfangreiche fachliche Fortbildungen ein. Dieses Wissen fließt in die individuelle Beurteilung und Betreuung der Patientinnen und Patienten ein.

Dabei steht nicht eine einzelne Behandlungsmethode im Mittelpunkt, sondern ein langfristiger Ansatz: Erkrankungen möglichst früh erkennen, vorhandene Risikofaktoren berücksichtigen, die Behandlung nachvollziehbar planen und die erreichte Mundgesundheit durch konsequente Nachsorge erhalten.

Unser wichtigster Gedanke

Parodontitis muss nicht mit Angst betrachtet werden. Entscheidend sind eine gute Diagnostik, eine individuell passende Behandlung und eine konsequente Nachsorge.

Und noch besser ist es, wenn Prophylaxe dazu beiträgt, Erkrankungen möglichst früh zu erkennen oder ihre Entstehung zu verhindern.

Gesunde Zähne brauchen nicht nur eine gute Behandlung, sondern vor allem eine langfristige Betreuung.
Ihre Zahnarztpraxis Nordstraße – fachlich engagiert,
persönlich für Sie da.